Grußwort Romani Rose vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma

Grußwort von Romani Rose anlässlich des 100. Geburtstags von Peter Gingold

Peter Gingold, der die Menschenverachtung der NS-Diktatur am eigenen Leib erfahren musste, hat sich unermüdlich für Frieden und Gerechtigkeit eingesetzt. In seinen politischen Funktionen – als Bundessprecher der VVN/BdA oder im Internationalen Auschwitz-Komitees –, und als engagierter Zeitzeuge hat er unzähligen Menschen aller Altersgruppen grundlegende demokratische Werte vermittelt.
Im deutsch besetzten Frankreich kämpfte Peter Gingold auf Seiten der französischen Résistance, in der auch viele Sinti und Roma aktiv waren. Nur knapp entging er den Fängen der Gestapo. Für seine Überzeugungen hat er sein Leben eingesetzt, er nahm Haft und Folter auf sich. Dies verdient allerhöchsten Respekt. Weiterlesen

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Siegmund Gingold: Rede anlässlich des 100. Geburtstag von Peter Gingold

Siegmund Gingold hält seine Rede zum  100. Geburtstag von Peter Gingold am 13. März 2016 in Frankfurt am MainLiebe Freunde, meine Damen und Herren!

Als Bruder von Peter wende ich mich heute an Sie. Wir waren 6 Geschwister. Ich bin der letzte der Familie Gingold aus der Generation von Peter.

Heute würdigen wir den 100. Geburtstag meines Bruders Peter, der sein ganzes Leben lang gekämpft hat. Er kämpfte für den Frieden, für eine gerechte und humane Welt. Weiterlesen

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Esther Bejarano: Brief an meinen Freund Peter Gingold zum 100. Geburtstag

Esther Bejarano liest ihren Brief an ihren Freund Peter Gingold zum 100. Geburtstag am 13. März 2016 in Frankfurt am Main

Lieber Peter,

ich kann mir gut vorstellen wie Du hundertjährig auf der Bühne stehen und Deine wundervollen, vor Kraft und Überzeugung strotzenden Reden halten würdest.
Wie oft sind wir gemeinsam aufgetreten, wie viel habe ich von Dir gelernt? Weiterlesen

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Lebendige Erinnerung an einen Widerstandskämpfer

Matinee zum 100. Geburtstag von Peter Gingold

Die Matinee zum 100.Geburtstag von Peter Gingold, die am 13.März im Frankfurter „Haus Gallus“ stattfand, war eine beeindruckende, alle Gäste zufriedenstellende Veranstaltung. Der große Saal einschließlich der Empore war mit rund vierhundert Besuchern voll besetzt.

Mathias Meyers von der Gingold Erinnerungsinitiative eröffnete die Veranstaltung. Die Frankfurter Stadträtin Elke Sautner (SPD) überbrachte die Grüße des Oberbürgermeisters Peter Feldmann und des Magistrats der Stadt Frankfurt am Main. Ulrich Schneider (VVN-BdA) hielt die Laudatio, in der er Stationen des Lebensweges und der Kämpfe Peter Gingolds schilderte, sein Engagement und seine besondere Ausstrahlungskraft hervorhob. Romani Rose (Zentralrat Deutscher Sinti und Roma) schickte ein Grußwort an die Veranstaltung und erinnerte darin an Peter Gingolds Verbundenheit mit der Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma.

Esther Bejarano zusammen mit der Klezmer-Gruppe "Tacheles & Schmu" und der Gruppe "Grenzgänger" zum 100. Geburtstag am 13. März 2016 in Frankfurt am Main

Herausragende Beiträge der zweistündigen Matinee waren die musikalischen Darbietungen der Klezmer-Gruppe Tacheles & Schmu und der Gruppe „Grenzgänger“, die mit modernisierten Versionen bekannter Widerstandslieder besonders gut ankam.

Bewegende Momente waren die Auftritte des 93jährigen Bruders Siegmund Gingold, der aus Paris gekommen war, und von Esther Bejarano, die einen eigens zum 100. Geburtstag verfassten Brief an ihren Freund Peter Gingold verlas.

Anne Jollet aus Paris berichtete von ihren Begegnungen und Gesprächen mit Peter Gingold, seiner aufrüttelnden und immer mobilisierenden Art, auf Menschen zuzugehen. Einer von Peters Enkeln, Juri Czyborra, entwickelte eine Phantasie, wie sein Großvater heute sicherlich auch das Smartphone und Twitter für seine und unsere Sache, den Widerstand gegen Rechts, nutzen würde.

Durch die von Philipp Teubner bearbeiteten Interview-Ausschnitte erschien Peter Gingold auf der Leinwand noch einmal in Ton und Bild in seiner sehr ansprechenden Art.

Krönender Abschluss der Matinee war dann das gemeinsame Finale aller mitwirkenden Künstler – zusammen mit der unverzagten 91jährigen singenden Esther Bejarano.

Am Abend brachte dann das Hessische Fernsehen einen Bildbericht von der Matinee, so dass auch die Fernsehzuschauer sehen konnten, was sich da ereignet hatte: eine vollauf gelungene Veranstaltung der Gingold Erinnerungsinitiative und der Frankfurter VVN-BdA.„Diese Matinee wird uns lange in Erinnerung bleiben“, schrieb eine begeisterte Teilnehmerin.

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Zum 100. Geburtstag von Peter Gingold

Zum 100. Geburtstag von Peter Gingold – Matinee Frankfurt am Main am 13. März 2016

Im März 2016 jährt sich der Geburtstag des im In- und Ausland bekannten Frankfurter Antifaschisten und Kommunisten Peter Gingold zum 100. Mal. Aus diesem Anlass laden die Ettie-und-Peter-Gingold-Erinnerungsinitiative und die VVN-BdA Frankfurt am 13 März von 11 – 13 Uhr zu einer Matinee in das Haus Gallus ein.

Umrahmt von einem Kulturprogramm, das von den Gruppen „Die Grenzgänger“ und „Tacheles und Schmu“ gestaltet wird, werden sich Weggefährtinnen und Weggefährten von Peter Gingold an seinen lebenslangen antifaschistischen Kampf erinnern und mit der Frage beschäftigen, welche Spuren er für uns hinterlassen hat. Erinnern, das war stets die Haltung von Peter Gingold, muss immer auch eine Konsequenz zur Veränderung der heutigen Verhältnisse erbringen. Angesichts der aktuellen rassistischen Mobilisierung im Land will die Matinee einen Beitrag zur Verständigung darüber bieten, wie antifaschistischer Widerstand wirkungsvoller werden kann. Das von Mut, Unermüdlichkeit und vielfältigen Erfahrungen geprägte Leben Peter Gingolds und die gemeinsame Erinnerung an seine, viele Menschen tief beeindruckende, seinem Gegenüber stets zugewandte Art – das ist ein reicher Fundus für unseren heutigen Widerstand gegen Rassismus und neofaschistische Entwicklungen.

Die Veranstaltung wird unterstützt von Frankfurter Gewerkschaften, Parteien, Organisationen sowie dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.

Lesen Sie mehr in der PDF zur Veranstaltung: Zum 100. Geburtstag von Peter Gingold – Flyer (PDF; 1,4 MB)

Datum: 13. März 2016
Uhrzeit: 11 – 13 Uhr
Ort: Haus Gallus
Frankenallee 111
60326 Frankfurt am Main
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